BandAssist

Ratgeber

In-Ear-Monitor-Mix am eigenen Handy

„Mehr Gitarre bei mir!“ – wer das ständig durch den Raum ruft, kennt das Problem. Besser: Jedes Band-Mitglied regelt seinen Monitor- oder In-Ear-Mix selbst am eigenen Handy. So richtest du das an einem Digitalpult ein.

Das Prinzip

Jeder Musiker bekommt am Pult einen eigenen Mix-Bus. Jeder Kanal schickt einen eigenen Anteil (Send) auf jeden Bus. Der Bus geht auf einen Ausgang – zur Monitorbox, zum Kopfhörerverstärker oder zum In-Ear-Sender. Über eine App regelt jeder die Sends auf seinen Bus, ohne die Mixe der anderen oder den Saal zu verändern.

1. Busse am Pult anlegen

  • Einen Bus pro Person (bzw. pro Monitorweg) und am Pult sinnvoll benennen, z. B. „IEM Gesang“ oder „Wedge Bass“. Die Namen erscheinen später in der App.
  • In-Ears in Stereo: Für In-Ears klingt ein Stereo-Mix deutlich natürlicher. Dafür zwei Busse koppeln (am X32 und X Air: Bus-Link, z. B. Bus 7/8). Dann gibt es pro Kanal auch ein Panorama im Monitor-Mix.
  • Ausgang zuweisen: Den Bus auf den Ausgang legen, an dem Sender oder Box hängen (am X32 im Routing-Menü bei den Ausgängen).

2. Pre-Fader abgreifen

Wichtig: Der Monitor-Mix soll nicht dem Saal-Fader folgen. Zieht der Techniker den Gesang im Saal leiser, darf er im In-Ear nicht verschwinden. Deshalb werden die Sends auf die Monitor-Busse Pre-Fader abgegriffen – also vor dem Kanal-Fader. Am X32 gilt der Abgriff jeweils für ein Bus-Paar.

3. Die App für jeden

Jedes Band-Mitglied öffnet auf dem eigenen Handy eine Monitor-App, wählt seinen Bus und regelt dort die Kanäle. Gut ist eine App, die nur den eigenen Mix zeigt – dann kann niemand aus Versehen den Mix eines anderen oder den Saal verstellen.

Monitor-Mix von BandAssist auf einem iPad mit großen Fadern pro Kanal
Der Monitor-Mix von BandAssist: nur der eigene Mix, große Fader für Touch

So geht es mit BandAssist

  1. BandAssist auf dem Rechner am Pult starten und verbinden.
  2. In den Einstellungen unter Netzwerk den Zugriff erlauben – BandAssist zeigt einen QR-Code und eine PIN.
  3. Jedes Band-Mitglied scannt den QR-Code, gibt die PIN ein und öffnet den Monitor-Mix. Beim ersten Mal wählt es seinen Mix; das Handy merkt sich die Wahl.
  4. Oben stellt Abgriff alle Kanäle des Mixes auf einmal auf Pre-Fader. Solo hört einen Kanal nur im eigenen Mix, Kanäle anpassen blendet Unwichtiges aus.
  5. Tipp: den Monitor-Mix über „Teilen › Zum Home-Bildschirm“ als App anlegen.

Abgriff und Stereo-Mixe gibt es bei BandAssist an X32/M32 und X Air; der Monitor-Mix selbst funktioniert mit allen unterstützten Pulten.

Tipps aus der Praxis

  • Erst ein Grundmix: Gib jedem einen brauchbaren Start-Mix vor (eigenes Instrument, Gesang, Click). Von null anzufangen kostet Zeit.
  • Click und Zuspieler auf eigene Kanäle bzw. Aux-Eingänge legen – dann lassen sie sich im Monitor-Mix getrennt regeln und gelangen nicht in den Saal.
  • Gehör schonen: In-Ears nicht lauter als nötig. Ein Limiter am Bus schützt vor Pegelspitzen, etwa wenn ein Mikro herunterfällt.
  • Mit Ambience-Mikros (Raum- oder Publikumsmikrofone) fühlt sich der In-Ear-Mix weniger abgeschnitten an.

Ausführlich: Monitor-Mix für die Band und Bedienung vom Tablet oder Handy in der Bedienungsanleitung.