BandAssist

Ratgeber

Soundcheck mit Digitalpult – Schritt für Schritt

Ein guter Soundcheck hat eine feste Reihenfolge. Dann weiß jeder in der Band, wann er dran ist, und es bleibt Zeit für den Monitor-Mix. So läuft er mit einem Digitalpult schnell und ohne Chaos.

Vorbereitung – schon zu Hause

  • Kanalliste: Welches Instrument kommt auf welchen Kanal? Immer gleich belegen spart bei jedem Gig Zeit.
  • Kanäle am Pult benennen und eine Szene bzw. ein Profil mit dem Grundsetup speichern.
  • Monitor-Busse vorab anlegen und benennen.

Die Reihenfolge

  1. Line-Check: Kommt auf jedem Kanal ein Signal an? Kurz auf jedes Mikro tippen bzw. jedes Instrument anspielen – noch ohne Klangarbeit. Fehler wie vertauschte Kabel fallen so sofort auf.
  2. Gain: Jeden Kanal so einpegeln, dass die lautesten Stellen genug Abstand zur Übersteuerung haben. Wie, steht im Ratgeber Gain richtig einstellen.
  3. Schlagzeug: Kick, Snare, Toms, Hi-Hat, Overheads – einzeln, dann das ganze Set. Bei zwei Mikros an einer Trommel (Kick In/Out, Snare oben/unten) die Phase prüfen.
  4. Bass, dann Gitarren, dann Keys und weitere Instrumente.
  5. Gesang: jedes Mikro einzeln, am besten in der Lautstärke wie im Lied, nicht leiser.
  6. Monitore: Jetzt die Monitor- bzw. In-Ear-Mixe einstellen. Am schnellsten geht es, wenn jeder seinen Mix selbst am Handy regelt (so geht's).
  7. Rückkopplungen vorbeugen: Monitore vorsichtig lauter machen und kritische Frequenzen absenken (Ring-out).
  8. Ganze Band: ein Lied mit allem, dabei den Saal-Mix feinjustieren und im Saal herumgehen.

Klang: wenig, aber gezielt

Ein Low-Cut auf allem, was keinen Bass braucht (Gesang, Gitarren, Overheads), räumt den Mix auf. Danach nur gezielt eingreifen: störende Resonanzen schmal absenken, Mulm um 200–400 Hz reduzieren, beim Gesang Platz in den Mitten lassen. Lieber absenken als anheben.

Klang-Analyse von BandAssist mit Vorschlägen für Low-Cut, EQ und Kompressor pro Kanal
Klang-Analyse: Vorschläge pro Kanal, jeweils zum Vorhören und Übernehmen

Mit BandAssist geführt

Der geführte Soundcheck in BandAssist nimmt dir die Reihenfolge ab: Er ruft die Kanäle nacheinander auf, legt den Kanal auf Solo, sagt per Sprachansage an, wer spielen soll („Kick, bitte spielen“), pegelt ein und analysiert den Klang. Bei Mikro-Paaren prüft er gleich die Phase. Am Ende stehen Vorschläge für Low-Cut, EQ und Kompressor bereit – du hörst sie vor und übernimmst, was passt. Das klappt am besten mit USB-Audio vom Pult; was ein Pult nicht fernsteuern kann, erscheint als „von Hand einstellen“.

Zeit sparen

  • Alle auf der Bühne sind leise, während ein Instrument dran ist.
  • Eine Person spricht mit dem Techniker – nicht fünf gleichzeitig.
  • Das Profil vom letzten Gig laden statt bei null anzufangen.

Ausführlich: Geführter Soundcheck und Klang-Analyse in der Bedienungsanleitung.