Ratgeber
Soundcheck mit Digitalpult – Schritt für Schritt
Ein guter Soundcheck hat eine feste Reihenfolge. Dann weiß jeder in der Band, wann er dran ist, und es bleibt Zeit für den Monitor-Mix. So läuft er mit einem Digitalpult schnell und ohne Chaos.
Vorbereitung – schon zu Hause
- Kanalliste: Welches Instrument kommt auf welchen Kanal? Immer gleich belegen spart bei jedem Gig Zeit.
- Kanäle am Pult benennen und eine Szene bzw. ein Profil mit dem Grundsetup speichern.
- Monitor-Busse vorab anlegen und benennen.
Die Reihenfolge
- Line-Check: Kommt auf jedem Kanal ein Signal an? Kurz auf jedes Mikro tippen bzw. jedes Instrument anspielen – noch ohne Klangarbeit. Fehler wie vertauschte Kabel fallen so sofort auf.
- Gain: Jeden Kanal so einpegeln, dass die lautesten Stellen genug Abstand zur Übersteuerung haben. Wie, steht im Ratgeber Gain richtig einstellen.
- Schlagzeug: Kick, Snare, Toms, Hi-Hat, Overheads – einzeln, dann das ganze Set. Bei zwei Mikros an einer Trommel (Kick In/Out, Snare oben/unten) die Phase prüfen.
- Bass, dann Gitarren, dann Keys und weitere Instrumente.
- Gesang: jedes Mikro einzeln, am besten in der Lautstärke wie im Lied, nicht leiser.
- Monitore: Jetzt die Monitor- bzw. In-Ear-Mixe einstellen. Am schnellsten geht es, wenn jeder seinen Mix selbst am Handy regelt (so geht's).
- Rückkopplungen vorbeugen: Monitore vorsichtig lauter machen und kritische Frequenzen absenken (Ring-out).
- Ganze Band: ein Lied mit allem, dabei den Saal-Mix feinjustieren und im Saal herumgehen.
Klang: wenig, aber gezielt
Ein Low-Cut auf allem, was keinen Bass braucht (Gesang, Gitarren, Overheads), räumt den Mix auf. Danach nur gezielt eingreifen: störende Resonanzen schmal absenken, Mulm um 200–400 Hz reduzieren, beim Gesang Platz in den Mitten lassen. Lieber absenken als anheben.

Mit BandAssist geführt
Der geführte Soundcheck in BandAssist nimmt dir die Reihenfolge ab: Er ruft die Kanäle nacheinander auf, legt den Kanal auf Solo, sagt per Sprachansage an, wer spielen soll („Kick, bitte spielen“), pegelt ein und analysiert den Klang. Bei Mikro-Paaren prüft er gleich die Phase. Am Ende stehen Vorschläge für Low-Cut, EQ und Kompressor bereit – du hörst sie vor und übernimmst, was passt. Das klappt am besten mit USB-Audio vom Pult; was ein Pult nicht fernsteuern kann, erscheint als „von Hand einstellen“.
Zeit sparen
- Alle auf der Bühne sind leise, während ein Instrument dran ist.
- Eine Person spricht mit dem Techniker – nicht fünf gleichzeitig.
- Das Profil vom letzten Gig laden statt bei null anzufangen.
Ausführlich: Geführter Soundcheck und Klang-Analyse in der Bedienungsanleitung.
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